Stefan i Sverige

Välkommen till mina sidor

Archiv für Mai 2008

Kajak fahren im Schärengarten

Verfasst von gislers am Mai 29, 2008

Sonntag bis Dienstag waren Matt (England), ein Freund von Matt (Luke, England), Marc (Liechtenstein), Kari (Finnland) und ich drei Tage unterwegs im Schärengarten. Gestartet sind wir in Gräddö, nahe bei Norrtälje, nördlich von Stockholm. Die Tour begann im frühen Morgen bei der KTH, wo der Bus in Richtung Norrtälje losfuhr. Leider waren zu diesem Zeitpunkt nur zu viert: Kari hatte verschlafen. Grund war wohl die Tentapub-Party (after exam party) am Abend zuvor gewesen. Wir fuhren trotzdem los, weil der nächste Bus erst am Nachmittag wieder fuhr. Kari versuchte uns nachzukommen, mit dem Taxi. Leider verpasste er uns dann auch noch in Norrtälje, weswegen er bis Gräddö ein weiteres Taxi nehmen musste. Insgesamt war das dann eine ziemlich teure Fahrt geworden. Mit dem Bus hat man knapp zwei Stunden…

Wir trafen uns dann in Gräddö beim Bootsverleih, wo wir bereits erwartet wurden. Ein Australier erklärte uns die wichtigsten Dinge, bevor wir im örtlichen ICA den letzten Einkauf tätigten. Danach verstauten wir unser Gepäck inklusive Zelte, Gaskocher, Essen und persönliche Gegenstände in den Kajaks. Um die Mittagszeit waren wir nach einigen Trockenübungen bereit zum Wassern. Die ersten Sekunden im Boot waren etwas unsicher, dann entwickelte sich aber schnell ein Gefühl für das Wasser. Anschliessend fuhren wir hinaus in die Insellandschaft ausgerüstet mit Kompass und Karte. Den ersten Halt machten wir auf einer kleinen Insel am Weg, wo wir uns verpflegten, und einen kleinen Inselrundgang machten. Das Ein- und Aussteigen erwies sich aufgrund der glitschigen Algen als äusserst schwierig, und beim ins Wasser fallen bekamen wir teilweise nasse Kleider. Halb so wild, denn die Sonne schien, und es war kein Wölkchen am Himmel. Traumwetter! Wir kamen gut voran, und gegen den Abend suchten wir einen Ort zum Übernachten. Dies war gar nicht so einfach, da es oft schlicht zu wenig Platz hatte, um Zelte aufzustellen. Wir wurden nach einigem Suchen dann doch noch fündig bei der „Bay of Pain“. (Das harte Gras meinte es gar nicht gut mit unseren Füssen.) Anschliessend hatten wir BBQ am Wasser mit Sonnenuntergang in einer wunderschönen Insellandschaft. Vom höchsten Punkt unserer Insel konnte man auf die Fahrlinie der grossen Schiffe und Fähren sehen. Beinahe alle 10 Minuten kam eine „Viking“ oder „Silja line“ auf ihrem Weg nach Helsinki, Mariehamn, oder sonstwo vorbei.

Am nächsten Morgen hatten wir Frühstück, und verstauten danach alle unsere Dinge wieder in den Kajaks. Tag zwei. Wir paddelten in Richtung Norden in etwas rauhere Gewässer. Der Wind war deutlich stärker dort, aber auf den Südseiten der Inseln war es ruhig, weswegen wir versuchten, unsere Route geschickt zu planen. Auf dem Weg kamen wir zu einer „Schafinsel“. Dies war ziemlich witzig, da plötzlich eine ganze Herde aus dem Unterholz auftauchte, und nicht mehr aufhören wollte zu mähen. Mittagessen hatten wir anschliessend auf einem Felsen, der aus dem Wasser ragte, umgeben von kreischenden Möwen. Später sahen wir auch noch Schwäne, die sich von unserer Erscheinung bedroht fühlten, und in einem synchronisierten Startmanöver das Weite suchten. Dies war sehr eindrücklich zum zuschauen. Der Tag neigte sich bald dem Ende zu, und wir suchten einen Sandstrand für unsere zweite Nacht, vergeblich. Wir blieben dann an einem Ort, wo wir genügend Platz für unsere Zelte hatten. Kurz nach unserer Ankunft hatten wir da ein Bad im saukalten Wasser, um sich wieder ein bisschen frischer zu fühlen. Der Platz war ganz schön, leider hatte es ein bisschen viel Mücken. Zum Abendessen gab es dann ein sättigendes Fondue aus der Schweiz, das Marcs Freunde mitgebracht hatten. :-)

Am letzten Tag begann ich meine Arme zu spüren, und ich war froh, als wir wieder in Gräddö waren. Die Fahrt dorthin war nämlich beschwerlich, da wir durch ein offenes Gewässer mussten mit Wellengang. Bei der Rückfahrt nach Stockholm nahm dann auch Kari den Bus :-) , und wir waren am späten Nachmittag zurück in Stockholm.

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Quarnevalen und anderes

Verfasst von gislers am Mai 18, 2008

Nun ist es schon eine Weile her seit ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe, was natürlich nicht heissen soll, dass in letzter Zeit wenig passiert ist. Letzte Woche war nämlich Quarnevalen hier in Stockholm, und es gab einen grossen Umzug mit von Studenten erstellten Gefährten. Wir verbrachten den Nachmittag bei schönstem Sommerwetter im Park beim Stureplan und sahen uns gleichzeitig den Umzug an.

Diese Woche fand das zweite Experiment für meine Arbeit statt, und ich bin nun damit beschäftigt, dieses zu dokumentieren und die schriftliche Arbeit fertig zu machen. Meine Präsentation ist nächste Woche, und es gibt noch einiges zum Vorbereiten. Am Donnerstag nach dem Experiment gingen wir an ein Festival auf dem Kungsträdgården, wo Jason Mraz, ein amerikanischer Songwriter, die grösste Attraktion war. Ansonsten war das Gratiskonzert nicht besonders spektakulär. Wir hatten aber trotzdem unseren Spass. :-)

Am Freitag war dann gleich das nächste Festival an der Musikhochschule (KMH), wo ein dreitägiges Jazz-, Improfestival stattfand. Die Band, die am Freitag abend spielte, konnte das Publikum mit ihrem funky style begeistern. Danach waren wir im Café Bojan bei der Universität, bevor es wieder Zeit wurde für die letzte U-Bahn…

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Swiss slip by Swedes

Verfasst von gislers am Mai 7, 2008

Was für ein Spiel! Mit einer gewissen Spannung im Bauch traf sich die Kista-Klique heute im O’Learys um sich das Eishockeyspiel Schweden – Schweiz (WM in Kanada) anzuschauen. Als ich mit Markus kurz nach 7 ins Pub kam, war bereits 0:1! Andy war schon da, und hatte sich eine Mahlzeit bestellt. Die Schweden glichen in der elften Minute aus, was die Pubbesucher aber nicht gross zu kümmern schien. Die waren mehr mit Fussball beschäftigt (Djurgården – Hammarby). Andys und meine Stimmung verbesserte sich, als die Schweiz 1:2 in Führung ging! Die Stimmung im Pub war ganz gemütlich und gegen Ende des zweiten Drittels kam dann auch noch Kathi vorbei, um mit Markus die Schweden zu unterstützen. Vielleicht sollte man hier noch anmerken, dass Österreich dieses Jahr nicht an der WM vertreten ist. Allerdings haben sie den Aufstieg in die A-Gruppe geschafft, wie mir Markus berichtet hat. Kurz nachdem Kathi gekommen war, erhöhten die Schweizer auf 1:3, was Andy und mich zu einem weiteren Zuprosten veranlassen liess. :-) Unsere österreichischen Freunde liessen sich dadurch nicht beirren, und glaubten weiterhin fest an die Schweden. Ich stimmte Markus zu, und sagte, dass in einem Drittel natürlich noch viel passieren kann. Nun, die Schweden kamen tatsächlich noch auf 2:3 ran, doch das Spiel endete schliesslich mit 2:4 durch einen Schuss ins leere Tor der Schweden. Folgende Stimmen zum Spiel:

„They outworked us in every aspect of the game, there was no question about who the better team was,“ said Swedish coach Bengt-Ake Gustafsson.
„We can’t match the big nations player by player but we can match them as a team. We’ve had a longer camp than the rest which has helped us build the team. Now the fun begins for us,“ said Krueger.
[Aus dem Bericht auf der IIHF Homepage]

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Valporg i Uppsala

Verfasst von gislers am Mai 1, 2008

Wie ich hier bereits berichtet habe, sind die Feierlichkeiten rund um die Walpurgisnacht in Uppsala ziemlich bekannt. Die ganze Woche gab es Aktivitäten rund um den letzten Tag im April. Markus, Kathi, Feli und ich trafen uns am Mittwoch Morgen mit den anderen Austauschstudenten am Bahnhof, wo wir uns dann in den Zug Richtung Uppsala setzten. Um halb 10 waren wir da, rechtzeitig eigentlich für das Bootsrennen mit den selbstgebastelten schwimmenden Untersätzen der Studentenschaft, doch war es natürlich zu spät um sich einen guten Platz ergattern zu können. Nachdem wir zuerst am falschen Ort gestanden waren, wo die meisten Boote aufgrund des kleinen Wasserfalles stromaufwärts nur noch aus den Einzelteilen bestanden, gingen wir ein wenig weiter, um noch etwas mehr von den Booten zu sehen. Weiter stromaufwärts sahen wir etwas mehr von den Booten, auch wenn es schwierig war, in der Menschenmenge einen guten Platz zu kriegen.

Nach dem Bootsrennen gingen wir zum Park unter der Burg und assen etwas. Dank dem schönen Wetter und den Frühlingstemperaturen konnte man es sich auf der Wiese so richtig gemütlich machen. Später gingen wir dann noch kurz zum Bahnhof zurück um unser Rückfahrtticket zu kaufen. Grillutensilien besorgten wir uns beim nächsten ICA. Auf dem Weg sahen wir die verschiedenen Plätze, wo die Studentenverbindungen ihre Champagnergalopp-Feiern abhielten. Da diese Plätze rundum mit Gittern abgesperrt waren, kam uns die ganze Sache ein wenig blöd vor, und wir fragten uns, warum man 100 Kronen Eintritt plus 100 Kronen für die Gäste-Studentenkarte bezahlen soll, um sich dann anschliessend hinter die Gitter zu zwängen, um sich von besoffenen Schweden mit Champagner nass zu spritzen. Weil wir eh keine Gästekarte hatten, die man sich schon im Voraus hätte besorgen müssen, wären wir also sowieso nicht reingekommen. Darum gingen wir nach unseren Einkäufen in den Park zurück, weil es da so schön war. Wir verweilten dort allerdings nicht allzu lange, und folgten anschliessend den vielen Leuten, die immer in der einen Richtung verschwanden. Wir fragten uns, wo die alle hingehen, und machten uns daher auf den Weg. Am Ziel war dann ein Park mit einer Bühne, auf der wohl vor Kurzem noch eine Band gespielt hatte. Als wir ankamen, war die Musik bereits zu Ende, doch liessen wir uns dadurch nicht betrüben, sondern fingen an zu grillen. :-) Bei Gitarrenklängen und gröhlenden Schweden genossen wir unser „Kung“ (Biersorte), und unterhielten uns über dies und jenes. Nach dem Konzert war auf der Wiese eine riesen Sauerei, und es gab viele Kinder und alte Leute, die sich mit grossen Abfallsäcken auf Dosenjagd begaben. Die Kinder können sich dadurch wohl ihr Taschengeld aufbessern, die alten Leute haben wohl nichts besseres zu tun. Das Gute daran ist, dass die Dosen und Flaschen nicht auf der Wiese liegen bleiben. Da jedoch die Wiese bei weitem nicht nur mit Dosen oder Flaschen belegt war, fiel dies gar nicht mehr ins Gewicht. Wie dem auch sei, wir assen unsere Wurst, und planten, danach bereits wieder nach Stockholm zurück zu fahren. Wir hatten keine Gästekarte, und wären darum auch in keine Party der Studentenverbindungen gekommen. Wir fuhren also zurück, und waren noch vor 8 Uhr in Stockholm, wo wir uns zum Skansen begaben, um dort das Walpurgisfeuer zu bestaunen. Die Walpurgisfeier im Skansen war von etwas traditionellerer Art verglichen mit Uppsala, und wir genossen es dem lodernden Feuer zuzuschauen mit dem traditionellen schwedischen Chor im Hintergrund.

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