Stefan i Sverige

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Valporg i Uppsala

Verfasst von gislers am Mai 1, 2008

Wie ich hier bereits berichtet habe, sind die Feierlichkeiten rund um die Walpurgisnacht in Uppsala ziemlich bekannt. Die ganze Woche gab es Aktivitäten rund um den letzten Tag im April. Markus, Kathi, Feli und ich trafen uns am Mittwoch Morgen mit den anderen Austauschstudenten am Bahnhof, wo wir uns dann in den Zug Richtung Uppsala setzten. Um halb 10 waren wir da, rechtzeitig eigentlich für das Bootsrennen mit den selbstgebastelten schwimmenden Untersätzen der Studentenschaft, doch war es natürlich zu spät um sich einen guten Platz ergattern zu können. Nachdem wir zuerst am falschen Ort gestanden waren, wo die meisten Boote aufgrund des kleinen Wasserfalles stromaufwärts nur noch aus den Einzelteilen bestanden, gingen wir ein wenig weiter, um noch etwas mehr von den Booten zu sehen. Weiter stromaufwärts sahen wir etwas mehr von den Booten, auch wenn es schwierig war, in der Menschenmenge einen guten Platz zu kriegen.

Nach dem Bootsrennen gingen wir zum Park unter der Burg und assen etwas. Dank dem schönen Wetter und den Frühlingstemperaturen konnte man es sich auf der Wiese so richtig gemütlich machen. Später gingen wir dann noch kurz zum Bahnhof zurück um unser Rückfahrtticket zu kaufen. Grillutensilien besorgten wir uns beim nächsten ICA. Auf dem Weg sahen wir die verschiedenen Plätze, wo die Studentenverbindungen ihre Champagnergalopp-Feiern abhielten. Da diese Plätze rundum mit Gittern abgesperrt waren, kam uns die ganze Sache ein wenig blöd vor, und wir fragten uns, warum man 100 Kronen Eintritt plus 100 Kronen für die Gäste-Studentenkarte bezahlen soll, um sich dann anschliessend hinter die Gitter zu zwängen, um sich von besoffenen Schweden mit Champagner nass zu spritzen. Weil wir eh keine Gästekarte hatten, die man sich schon im Voraus hätte besorgen müssen, wären wir also sowieso nicht reingekommen. Darum gingen wir nach unseren Einkäufen in den Park zurück, weil es da so schön war. Wir verweilten dort allerdings nicht allzu lange, und folgten anschliessend den vielen Leuten, die immer in der einen Richtung verschwanden. Wir fragten uns, wo die alle hingehen, und machten uns daher auf den Weg. Am Ziel war dann ein Park mit einer Bühne, auf der wohl vor Kurzem noch eine Band gespielt hatte. Als wir ankamen, war die Musik bereits zu Ende, doch liessen wir uns dadurch nicht betrüben, sondern fingen an zu grillen. :-) Bei Gitarrenklängen und gröhlenden Schweden genossen wir unser “Kung” (Biersorte), und unterhielten uns über dies und jenes. Nach dem Konzert war auf der Wiese eine riesen Sauerei, und es gab viele Kinder und alte Leute, die sich mit grossen Abfallsäcken auf Dosenjagd begaben. Die Kinder können sich dadurch wohl ihr Taschengeld aufbessern, die alten Leute haben wohl nichts besseres zu tun. Das Gute daran ist, dass die Dosen und Flaschen nicht auf der Wiese liegen bleiben. Da jedoch die Wiese bei weitem nicht nur mit Dosen oder Flaschen belegt war, fiel dies gar nicht mehr ins Gewicht. Wie dem auch sei, wir assen unsere Wurst, und planten, danach bereits wieder nach Stockholm zurück zu fahren. Wir hatten keine Gästekarte, und wären darum auch in keine Party der Studentenverbindungen gekommen. Wir fuhren also zurück, und waren noch vor 8 Uhr in Stockholm, wo wir uns zum Skansen begaben, um dort das Walpurgisfeuer zu bestaunen. Die Walpurgisfeier im Skansen war von etwas traditionellerer Art verglichen mit Uppsala, und wir genossen es dem lodernden Feuer zuzuschauen mit dem traditionellen schwedischen Chor im Hintergrund.

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